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Sportwagen-DNA , Eine Rückblende für In- und Outsider sowie zukünftige Sportwagenpiloten
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WEC4
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Sauber-Mercedes C9
Die Geburt der Rennsportwagen
In den sechziger Jahren machten die Sportwagen markante technische Fortschritte. Das Auftauchen von Fahrzeugen mit mittig angeordnetem Triebwerk wie z.B. Lotus 23, verhalfen der neuen Fahrzeug-Generation zum Durchbruch auf der Rennstrecke. Die Rundstrecken-Performance begeisterte Fahrer und Publikum gleichermassen und brachte, die bis dahin hochgelobten Grand Prix Monoposto Rennwagen und deren Nachfolgeklasse  Formel 1,  in arge Bedrängnis. Es entbrannte ein spannender Kampf um die Gunst der Krone im Automobilsport. Beide Seiten vermochten die Zuschauer in Scharen an die Rennstrecken zu bringen.
Gruppe C Sportwagen im Vergleich zum Formel 1
Technisch gesehen war die höchste Sportwagenklasse seit jeher auf Augenhöhe mit der höchsten Formelklasse. Aus Sicht des Fahrers ebenso anspruchsvoll zu fahren, was viele Spitzenpiloten bewog, nach Möglichkeit auch mal gerne das Cockpit zu tauschen. Unvergessen eine Aussage aus den neunziger Jahren von Michael Schumacher*. Auf die Frage wie denn das ideale Rennauto gebaut sein müsste, die Antwort: Bis 200km/h wie ein Formel 1, darüber hinaus wie ein Gruppe C Sportwagen.
 
* Michael Schumacher war zusammen mit Mauro Baldi, Heinz-Harald Frentzen und dem späteren GT1-Weltmeister Karl Wendlinger, im Rahmen des Mercedes Junior Teams, in der Sportwagen-WM und bei den 24h von LeMans zum Einsatz gekommen.
Interessant: Michael Schumacher holte sich seine ersten automobilen Weltmeisterschaftspunkte auf dem Sauber-Mercedes bereits im Alter von 21Jahren in der Sportwagen-WM. Seine grandiose Formel 1 Karriere stand ihm erst noch bevor.
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Mercedes-Benz C291
1982: Das Geburtsjahr der Gruppe C
Um ausufernde Entwicklungen im Motorenleistungsbereich zu dämpfen und gleichzeitig neue technologische Möglichkeiten in den populären Langstreckenmotorsport einbringen zu können, erarbeitete die FIA ein komplett neues Sportwagenreglement. Bisherige Sportwagenklassen wie die Gruppe 5 und 6 wurden darin zusammengefasst und zahlreiche wegweisende Aenderungen, z.B. eine maximal erlaubte Treibstoffmenge für 1000km Rennen, eingeführt . In der Basis von einem Serienblock abstammen mussten nun die Motoren. Das neue Reglement wurde zur Saison 1982 eingeführt. Die legendäre Gruppe C war geboren und sie sollte in den darauf folgenden Jahren, allesüberragende Fahrzeuge hervorbringen. Die Kombination von Ausdauer, Rundenzeiten, Kurvengeschwindigkeiten und Top-Speed waren schlicht sensationell.
Bei den 24h von LeMans wurden, aufgrund des höheren Luftsauerstoffanteils, in der Nacht die höchsten Geschwindigkeiten erzielt. Die offiziell höchste je in einem automobilen Rundstreckenrennen erreichte Geschwindigkeit hat heute noch Bestand und liegt bei 405km/h .
 
Dass die
Gruppe C wegen ihrem zu grossen Erfolg schon zehn Jahre später anderen Interessen so sehr vor der Sonne stehen würde, dass man ihr das letzte Jahr mit WM-Status bewilligte, konnte damals noch niemand ahnen.
1960 bis 1981
Sowohl auf der Mittelstrecke wie auch auf der Langstrecke, wurde um grosse Rennsiege gefahren. Grosse Automobilwerke waren zeitweise in beiden Königsbereichen engagiert. Sport- und Formelrennwagen boten faszinierenden Motorsport an der Grenze des technisch Machbaren. Helden wurden geboren und Legenden erschaffen. Wenn es der Terminplan und die Fahrerverträge zuliessen, stellten sich die ehrgeizigsten Piloten gar der ultimativen Herausforderung, in beiden Königsklassen ihr überragendes Fahrkönnen zu demonstrieren und Erfolge zu erzielen.
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Peugeot 905 Evo1
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Jaguar XJR-12
1993 bis 2011 :  Formelrennsport im privilegierten und geschützten Höhenflug
Die ab 1993 vertraglich geschickt zementierte Monopolstellung der neuen Formel 1 führte zu Höhenflügen vorher unbekannten Ausmasses mit entsprechenden Auswirkungen. Auf der Negativseite dieser Zeitepoche zuoberst sicherlich die starke Benachteiligung des internationalen Sportwagen- und Langstreckenmotorsports, sowie des gesamten europäischen Breitenmotorsports. Faszinierende Rennstrecken und Veranstaltungen versanken in der Bedeutungslosigkeit. Neue, rein auf die Formel 1 ausgerichtete Retorten-Rundstrecken entstanden, mit garantierter Asphaltbeschaffenheit und topfeben angelegt, um möglichst jeden Streckenabschnitt mitsamt den dahinterliegenden Plakatwänden, grossflächig medial erfassen und vermarkten zu können.
Gruppe C oder Formel 1?  Damals lediglich eine Frage der Beschlüsse.
In den achziger Jahren erlebte die Welt ein noch nie dagewesene Verbreitung des Fernsehens. Findige Leute merkten schon bald, mit geschickten Vertragskonstrukten und Vernetzungen müsste sich da eine Menge Geld verdienen lassen. Wenn man das Ganze noch auf eine einzelne Schiene leiten könnte, wäre damit gar über Jahrzehnte richtig viel Geld zu verdienen. Dass da zwei Königsdisziplinen fortan keinen Platz mehr nebeneinander haben werden, war da schnell eine beschlossene Sache. Das neue Motto lautete: Es darf nur noch eine geben.
 
1993 wurde die Langstrecken-WM eingestellt. Durch die von den Machern der Motorsportpolitik beschlossene Abkehr vom Langstreckenmotorsport, wurden nun zahlreiche Konstrukteure, Rennwagenhersteller und Rennteams (nicht zu vergessen auch die Abertausenden von Sportwagenfans)  gezwungen, sich zukünftig den Formelrennwagen zuzuwenden oder von der Bildfläche zu verschwinden. Der Plan der Formel 1 Lobby und ihrer Nutzniesser war aufgegangen.
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1993 bis 1998 : Gruppe C
Noch waren sie da die spektakulären Gruppe C Boliden. Zwar ihrem WM-Status entrissen, aber zumindest in LeMans kamen sie noch weitere Jahre erfolgreich zum Einsatz.
 
1998 bis 2011 : Der Neuaufbau
Auf Initiative von französischen Promotern und in Zusammenarbeit mit dem ACO (Organisator der 24h von LeMans), wurde der Neuaufbau des internationalen Sportwagenmotorsports vorangetrieben. Trotz Widerstände der obersten Sporthoheiten gelang es, eigenständige neue GT- und Proto-Rennserien auf verschiedenen Kontinenten zu positionieren.
Dies so überzeugend, dass mitterweile wieder führende Automobilwerke offiziell und mit grossen Engagements, in den Langstreckenmotorsport eingestiegen sind.
2012 : Die Langstrecken-Weltmeisterschaft ist zurück
Nach jahrelanger Aufbauarbeit konnte 2012, nach über 20 Jahren (!) , der WM-Status wiederhergestellt werden.
 
Eine erstaunliche Geschichte über noch erstaunlichere Mechanismen in der modernen Welt.
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Lola T70
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Porsche 917 K
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Gruppenfoto: Toyota LeMans-Sportwagen der Gruppe C bis LMP1
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Toyota TS030 Hybrid LMP1